Persönliche Stellungnahme zum Flugblatt vom 20.08.2026
Geschätzte Wauwilerinnen und Wauwiler,
am 20. August 2026 erreichte mich ein Flugblatt aus unserer Gemeinde, in dem einige Einwohner Besorgnis über den Kommunikationsstil der SVP Wauwil äusserten.
Lassen Sie mich eines unmissverständlich klarstellen: Wir nehmen diese Rückmeldung nicht einfach zur Kenntnis.
Wir nehmen sie äusserst ernst!
Doch wer über unseren Tonfall spricht, muss auch über die Realität sprechen, die diesen Ton überhaupt erst erzwingt.
Wir befinden uns in einer Zeit der totalen Desorientierung, und wir dürfen nicht länger so tun, als stünde die Schweiz abseits.
Blicken wir nur mal auf den Krieg in der Ukraine, auf diesen Konflikt, der das Fundament der europäischen Sicherheit erschüttert hat und dessen Brandung längst auch unsere Gesellschaft erreicht.
Was erleben wir seit Ausbruch dieses Krieges?
Einen beispiellosen Dammbruch in unserer Aussen- und Sicherheitspolitik.
Unsere Regierung, angeführt von Exponenten der FDP, der Mitte und der Linken, hat die Schweizer Neutralität auf dem Altar des Zeitgeistes geopfert.
Man hat sich auf eine Seite geschlagen, Sanktionen übernommen und Milliardenbeträge für den Wiederaufbau in der Ukraine zugesagt, während man gleichzeitig unsere eigene Armee systematisch kaputtgespart und wehrlos gemacht hat!
Das ist kein humanitärer Akt; das ist eine fatale und gefährliche Geopolitik, die unser Land in einen Strudel zieht, den wir nicht mehr kontrollieren können.
Die Schweiz hätte die historische Chance und die moralische Pflicht gehabt, als ehrliche, unparteiische Vermittlerin aufzutreten.
Stattdessen wurde der Begriff der Neutralität bis zur Unkenntlichkeit verbogen, um den Erwartungen fremder Mächte zu genügen.
Dabei greifen FDP, Mitte und Linke zu Mitteln, die wir in der Schweiz nicht kannten:
Wir werden systematisch isoliert und diffamiert. Man versucht, uns aus dem demokratischen Diskurs zu drängen, indem man uns die «Kriegspartei-Mitgliedschaft» andichtet und uns als Partei eine Nähe zu Moskau unterstellt, ohne jemals einen Beweis vorlegen zu können!
Das ist eine infame Strategie, um uns mundtot zu machen und von der eigenen Politik der Neutralitätsaufgabe abzulenken (siehe dazu auch die Einordnung in den Medien: 20min-Artikel und das Swissinfo-Streitgespräch, Links unten angefügt). Diese Parteien führen einen politischen Vernichtungskrieg gegen unsere Glaubwürdigkeit, weil sie die Wahrheit über ihren Ausverkauf der schweizerischen Unabhängigkeit nicht ertragen!
Ich habe mein Leben lang Steuern gezahlt im Vertrauen darauf, dass unser Land seine Bürger zumindest ansatzweise schützen könnte!
Heute wissen wir: Unsere Armee ist im Ernstfall nicht kriegstauglich, sie ist funktionsunfähig und könnte uns niemals verteidigen. Jahrelang wurde weggeschaut, während die Wehrhaftigkeit der Schweiz zerstört wurde.
Und genau deshalb stehe ich in diesem Konflikt auf keiner Seite, ausser auf der einen, die wirklich zählt:
Ich bleibe unabhängig und stehe in dieser hochgefährlichen weltpolitischen Krise für eine unbedingte, echte Neutralität ein:
Ich bin und bleibe neutral, weil der Abgrund droht und wir uns nicht leichtfertig in einen globalen Flächenbrand hineinziehen lassen dürfen!
Seit der Kubakrise stand die Welt dem thermonuklearen Inferno nie so nah wie heute. Das ist kein Alarmismus, das ist die nackte, ungeschminkte Realität.
Wenn man uns also vorwirft, wir würden einen harten Politstil pflegen, dann sage ich Ihnen:
Ja, wir sind in der Sache unerbittlich, denn die Realität lässt keinen Raum für Schönfärberei!
Politik ist kein Ponyhof und wenn FDP, Mitte und die Linken mit harten Bandagen gegen uns vorgehen, dann werden wir uns gewiss nicht wegducken!
Wir sprechen die Dinge an, die uns am Herzen liegen, und dies wird bei uns intern in corpore demokratisch beschlossen, weil wir eine demokratische Partei sind.
Wir führen unseren politischen Krieg nicht gegen unsere Nachbarn, nicht gegen den Wauwiler Gemeinderat und nicht gegen die Unterzeichner jenes Flugblattes!
Unser politischer Krieg gilt der Heuchelei, er gilt der schleichenden Selbstaufgabe unseres Landes und der Verblendung, die uns blind für die drohende Katastrophe macht!
„Im nuklearen Zeitalter gibt es keinen Sieger, weil der wahre Feind nicht besiegt werden kann. Denn der wahre Feind im nuklearen Zeitalter ist der Krieg selbst“, wie es Korvettenkapitän Hunter im Film Crimson Tide
so treffend auf den Punkt bringt.
Deshalb erklären wir den Krieg mit rechtsstaatlichen Mitteln: Nicht gegen Menschen, nicht gegen unsere Heimat, sondern dem Krieg selbst!
Wir werden nicht schweigend zusehen, wie unser Staat sehenden Auges an den Abgrund manövriert wird, denn genau dieser zerstörerische Kurs ist es, den uns die FDP und die Mitte als angebliche Sachlichkeit verkaufen wollen, während sie die Zukunft unseres Landes aufs Spiel setzen!
Dass sich anlässlich eines unserer Beiträge im Wauwiler Info die Gemüter erhitzt haben, ist durchaus menschlich, doch wer die drängenden geopolitischen Krisen und den sicherheitspolitischen Kurs unseres Landes sehenden Auges ausblendet, verwechselt Ursache und Wirkung. Und während die FDP, die Mitte und auch die anderen Etablierten im Bundesbern weiterhin auf Anpassung statt auf Härte setzen, stehen wir für echte Schweizer Unabhängigkeit ein, weshalb uns in Wauwil als Oppositionspartei eine gewisse Härte im Ton schlicht nachzusehen ist. Das gehört in dieser Rolle eben auch dazu.
Links:
https://www.20min.ch/story/hatten-nie-kontakt-russland-fuer-neutralitaetsinitiative-so-reagieren-die-initianten-103613326
https://www.swissinfo.ch/ger/abstimmungen/neutralit%C3%A4tsinitiative-in-unserem-streitgespr%C3%A4ch-wurde-es-hitzig/91910454
Ihre SVP Wauwil
Tom Kreienbühl
P.S.: Zudem hier der Ausblick auf unseren Beitrag für den Wauwiler Info für den Oktober 2026, geschrieben in corpore SVP Wauwil:
„Horten auf Vorrat“ in Wauwil?
Das Bundesgericht stellt unmissverständlich klar: Steuern sind kein Freipass zur Staatsbereicherung oder zum unzulässigen „Horten auf Vorrat“!
Wer dauerhaft massive Überschüsse eintreibt, wie unsere Gemeinde Wauwil, verletzt das Verhältnismässigkeits- und Kostendeckungsprinzip (Art. 5 BV – Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft).
Eine Gemeinde ist kein profitorientiertes Unternehmen!
…………………………………..Fortsetzung folgt…………………………………..

SVP Wauwil